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© Pastoralraum Hitzkirchertal

Vorösterliche Busszeit

Die Fastenzeit beginnt 40 Tage vor Ostern, und zwar mit dem Aschermittwoch. In der Bibel hat die Zahl 40 eine besondere Bedeutung: 40 Tage und Nächte dauerte die Sintflut; 40 Jahren zogen die Israeliten durch die Wüste, bis sie das Gelobte Land erreichten; 40 Tage lang spottete der Philister Goliat über die Israeliten, bis ihm David entgegentrat; 40 Tage lang fastete Jesus in der Wüste und wurde dabei vom Teufel versucht; während 40 Tage erschien Jesus nach seiner Auferstehung den Jüngern, bis er schliesslich in den Himmel auffuhr… Es gibt noch mehr Bibelstellen, in denen die Zahl 40 eine besondere Rolle spielt, und überall ist es die Zahl der Erwartung, der Vorbereitung, der Busse und des Fastens.

Bewusster leben

Das Fasten wird bei Katholikinnen und Katholiken auf individuelle Weise praktiziert, wobei die Kirche zwei strenge Fasttage – den Aschermittwoch und den Karfreitag – vorschreibt. Viele nutzen die Gelegenheit, sich im Verzicht zu üben und streben eine Reduktion bei Alkohol, Süssem, Fleisch sowie Auto- und Medienkonsum an. Eine breite Palette von Angeboten im ganzen Pastoralraum ist darauf ausgerichtet, das bewusste Erleben der Fastenzeit zu fördern und damit auch einen inneren Wandeln zu begehen.

Aktion Fastensuppe

Vielerorts ist es Tradition, an einem Fastensonntag die Gottesdienstbesucher*innen nach dem Gottesdienst zur Fastensuppe einzuladen. In Solidarität mit den Armen und Hilfsbedürftigen dieser Welt wird ein bescheidenes Mittagessen eingenommen. Statt dafür zu bezahlen, werfen die Leute eine Spende ins Kässeli. Organisiert wird das Ganze je nach Ort z.B. vom Frauenverein, vom KAB, von der Weltgruppe oder von der Missionsgruppe Aesch. Oft wird an diesem geselligen Anlass ein bestimmtes Hilfsprojekt vorgestellt, dem am Ende das gespendete «Suppengeld» zugute kommt.

Fastenopfer – unser Hilfswerk

Fastenopfer ist das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz und tritt besonders während der Fastenzeit verstärkt zum Vorschein. Gemeinsam mit der Organisation «Brot für alle» lancieren sie seit 1969 eine ökumenische Kampagne, die sich jeweils unter einem bestimmten Slogan für ein karitatives Projekt in einem Entwicklungsland einsetzt.